Uroplatus Phantasticus


Uroplatus Phantasticus

(Gespenst-Plattschwanzgecko)

HERKUNFT: Madagaskar

GRÖßE: bis 12cm

GEWICHT: bis 8g

AKTIVITÄT: nachtaktiv

FORTPFLANZUNG: 2 hartschalige Eier

SCHUTZSTATUS:

Washingtoner Artenschutzübereinkommen

Anhang II - Buchführungs- und Meldepflicht

 "Geheimnisvoll und gespenstig, in ihrer Heimat ein Zeichen von nahendem Unglück", so wird Uroplatus Phantasticus häufig beschrieben. Ich pflege und beobachte diese kleinen Wesen mit Begeisterung. 

In den folgenden Zeilen werde ich euch einen Eindruck aus dem Alltag mit dieser Geckoart geben und ein paar meiner Erfahrungen in Haltung und Zucht mit euch teilen. Wichtig ist, dass es sich lediglich um Richtwerte und nicht um eine Musterlösung zur Haltung von Uroplatus Phantasticus handelt!

Haltung:

Ich pflege meine Tiere in kleinen Gruppen und einer Geschlechterverteilung von 1: 2 - 3, d.h. z.B. ein Männchen mit 2- 3 Weibchen. Eine Gruppenhaltung ist hierbei jedoch keinesfalls Pflicht! Je nach Saison trenne ich die Weibchen von den Männchen. Hiermit beuge ich unnötigem Stress durch ständige Paarungsversuche vor. Dieser könnte sonst unter Umständen zum Tot des Weibchens führen, verursacht durch Stress oder Mangelerscheinungen bei Dauerträchtigkeit. Die Beckengröße beträgt  45cm(B)x45cm(T)x70cm(H) für eine Gruppe von bis zu 1.3 Tieren. Im Terrarium sollten ausreichend natürliche Pflanzen, dünne Kletteräste und ein mit Laub und Moos bedeckter Boden zur Verfügung stehen. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Belüftung des Beckens. Stauluft ist zwingend zu vermeiden!

Fütterung: 

Da es sich bei U. Phantasticus um geschickte nachtaktive Jäger handelt, füttere ich ausschließlich kleinere Insekten.  Diese werden regelmäßig mit Kalzium und anderen notwendigen Mineralien und Vitaminen bestäubt.

 

WICHTIG: Geschlechtsreife Weibchen benötigen in der Paarungszeit Gehäuseschnecken als festen Bestandteil ihres Speiseplans um eine ausreichende Kalziumzufuhr zu gewährleisten und Mangelerscheinungen vorzubeugen!

Zucht:

Um die Tiere in Paarungslaune zu bringen, spielt der Wechsel der Jahreszeiten eine wichtige Rolle. Bei Tieren, die seit mehreren Generationen in Gefangenschaft leben, ist dies erfahrungsgemäß weniger relevant. Ich halte meine Tiere bei 24°-25° im Sommer und 16°-18° im Winter. 

Einmal befruchtet legt ein Weibchen mehrere Gelege, â 2 Eier, im Abstand von ~4 Wochen. Die Eier werden unter Laub abgelegt und meist im Substrat gerollt (siehe Foto links).

Inkubation:

Die ersten Gelege habe ich im Inkubator bei 23°C gezeitig.

Hierbei lag die Inkubationszeit bei ~90Tagen. Mittlerweile inkubiere ich in Heimchendosen bei Zimmertemperatur ohne Inkubator. Hierbei verlängert sich die Inkubationszeit, die Jungtiere sind jedoch wesentlich kräftiger.

Aufzucht:

Nach dem Schlupf der Jungtiere beginnt der schwierige Teil der Zucht von Uroplatus Phantasticus. 

Ich ziehe meine Nachzuchten in kleinen Behältern groß. Diese sind mit einer ausreichenden Lüftungsfläche versehen. Ich sprühe morgens und abends, achte jedoch gleichzeitig drauf, dass die Erde in der Aufzuchtbox abtrocknen kann. Wichtig ist es mindestens einmal in der aktiven Phase der Jungtiere zu sprühen um den Jungtieren die Chance zu geben, Wasser von den Einrichtungsgegenständen ablecken zu können und somit einer Dehydrierung vorzubeugen.


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